Willkommen im Institut für Diakonie- und Sozialgeschichte

Die Diakonie genießt über Kirchen- und Konfessionsgrenzen hinweg ein hohes gesellschaftliches Ansehen. Obwohl ihre Arbeit allgemein für unverzichtbar gehalten wird, wirft der tiefgreifende Strukturwandel des Sozialstaates grundlegende Fragen nach den Wurzeln diakonischen Handelns auf. Um den Herausforderungen zu begegnen und das zukünftige Profil der Diakonie als zivilgesellschaftliches Strukturprinzip auf dem Markt sozialer Dienstleistungen zu schärfen, bedarf es der Förderung einer modernen, interdisziplinär angelegten Diakoniegeschichte.

Dieses Ziel verfolgt das am 1. Oktober 2004 gegründete Institut für Diakonie- und Sozialgeschichte (IDSG). Es ist am Institut für Diakoniewissenschaft und Diakoniemanagement der Kirchlichen Hochschule Wuppertal/Bethel – Hochschule für Kirche und Diakonie in Bielefeld angesiedelt.

Das IDSG engagiert sich in der Forschung mit der Absicht, die Sozial-, Wirtschafts- und Politikgeschichte, Kultur- und Begriffsgeschichte, Geschlechter- und Generationengeschichte, kirchliche Zeitgeschichte, Diakoniewissenschaft, Theologie und Religionswissenschaft miteinander zu verzahnen. Die Geschichte der organisierten Wohltätigkeit in ihren vielfältigen Ausprägungen vom 19. bis ins 21. Jahrhundert steht im Mittelpunkt der Arbeit.

Darüber hinaus werden Aspekte der Professionalisierung im Umkreis der Diakonie ebenso berücksichtigt wie der Zusammenhang von innerer und äußerer Mission, Glaubensentwürfe und Weltbilder, die diakonisches Handeln anleiten, sowie Schnittstellen zwischen Diakonie und verfasster Kirche. Der Blick richtet sich auf europäische Problemlagen und Perspektiven und fokussiert die vergleichende Betrachtung tätiger Nächstenliebe in nichtchristlichen Religionen.

Sie sind herzlich eingeladen, unsere Angebote wahrzunehmen und sich mit eigenen Projekten zu beteiligen.