Das Leitungsgremium

Die wissenschaftliche Leitung des IDSG besteht aus fünf Personen, und zwar dem Inhaber des Lehrstuhls für Neuere Kirchengeschichte an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal/Bethel als Institutsdirektor, zwei VertreterInnen des Vereins für Diakonie- und Sozialgeschichte sowie zwei WissenschaftlerInnen, die vom Senat der Kirchlichen Hochschule Wuppertal/Bethel bestimmt werden. Derzeit gehören der Leitung an:

Prof. Dr. Benad

Prof. Dr. Matthias Benad, geb. 1951 in Dresden, studierte 1971-1976 Evangelische Theologie und Germanistik und war 1979-1982 und dann wieder 1987-1992 als evangelischer Pfarrer tätig. 1981 wurde er mit einer regionalgeschichtlichen Dissertation zum Problem der Glaubensfreiheit im Deutschland des frühen 18. Jahrhunderts (Toleranz als Gebot Christlicher Obrigkeit, Hildesheim 1983) an der Universität Frankfurt am Main zum Dr. phil. promoviert. Ab 1982 war er dort wissenschaftlicher Mitarbeiter, wurde 1987 mit einer Untersuchung zur spätmittelalterlichen Katharerinquisition (Domus und Religion in Montaillou, Tübingen 1990) für das Fach Kirchengeschichte habilitiert und lehrte anschließend als Privatdozent. Seit 1992 ist er Professor für Neuere Kirchengeschichte an der Kirchlichen Hochschule Bethel in Bielefeld, wo er 1993 die Forschungsstelle für Diakonie- und Sozialgeschichte gründete, aus der 2004 das Institut für Diakonie- und Sozialgeschichte hervorging.

Forschungsschwerpunkte: Mittelalterliche Ketzergeschichte, Toleranz und Obrigkeitsethik der frühen Neuzeit, Diakoniegeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts.

Dr. Ursula Krey

Dr. Ursula Krey, geb. 1959 in Lünen/Westfalen, studierte Geschichte, Volkskunde, Romanistik und Soziologie in Münster und Bielefeld. 1990 wurde sie mit einer Dissertation über Vereine in Westfalen 1840 – 1855. Strukturwandel, soziale Spannungen, kulturelle Entfaltung (Paderborn 1993) an der Bielefelder Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie promoviert. 1991 – 1994 Mitarbeiterin am Bundesarchiv Koblenz, u.a. mit dem Auftrag, den Nachlass Friedrich Naumann in Potsdam zu erschliessen und ein Publikationsfindbuch zu erstellen. 1995 – 1997 wissenschaftliche Angestellte an der Universität Bielefeld im Sonderforschungsbereich: „Sozialgeschichte des neuzeitlichen Bürgertums“ mit einem Teilprojekt zum Naumann-Kreis sowie Lehrverpflichtungen. 1997 Lehrauftrag an der Kirchlichen Hochschule Bethel, seit 2000 Mitglied der Kommission für Kirchliche Zeitgeschichte in Westfalen, seit 2009 in der Leitung des Instituts für Diakonie- und Sozialgeschichte.

Forschungsschwerpunkte: Protestantismus und Liberalismus im Kaiserreich, Formen freiwilliger Vergemeinschaftung, Diakonie und Wertewandel, Religion in der Moderne, Zivilgesellschaften.

Prof. Dr. theol. Thomas Kuhn

Prof. Dr. theol. Thomas Kuhn, geb. 1963 in Köln; 3 Söhne. Studium der Theologie in Bonn, Marburg, Wuppertal und Basel; 1989-1993 Wissenschaftlicher Assistent für neuere Kirchen- und Dogmengeschichte an der Theologischen Fakultät Basel; 1993-1995 Vikariat in Tüllingen bei Lörrach; 1995 Promotion in Basel und Ordination durch die Evangelische Kirche im Rheinland. An der Universität Basel: 1995 Lehrbeauftragter und Oberassistent für Theologiegeschichte, 2001 Habilitation, 2001-2006 Assistenzprofessor für Kirchen- und Theologiegeschichte; seit 2006 Titularprofessor für Kirchen- und Theologiegeschichte. 2006-2007 Studienleiter in Schloss Beuggen (Tagungsstätte der Ev. Kirche in Baden) und Pfarrer der Lukasgemeinde Inzlingen bei Lörrach; 2007-2009 Professorenvertreter an der Evangelischen Fachhochschule Rheinland-Westfalen-Lippe in Bochum im Fachbereich Gemeindepädagogik und Diakonie. Seit 2009 Professor für Ethik im Fachbereich Soziale Arbeit an der Evangelischen Fachhochschule Rheinland-Westfalen-Lippe in Bochum. Ab 1. Oktober 2010 Ordinarius für Kirchengeschichte an der Universität Greifswald.

Forschungsschwerpunkte in der Kirchengeschichte der Neuzeit: Aufklärung, 19. Jahrhundert, Diakoniegeschichte, Schweizerische Kirchengeschichte.

Dissertation: Der junge Alois Emanuel Biedermann. Lebensweg und theologische Entwicklung bis zur „Freien Theologie“ 1819-1844, Tübingen 1997.

Prof. Dr. Andreas Müller

Prof. Dr. theol. Andreas Müller
Vita und Publikationen (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel). 

apl. Prof. Dr. Hans-Walter Schmuhl

apl. Prof. Dr. Hans-Walter Schmuhl, geb. 1957 in Oberhausen/Rheinland, studierte Geschichte, Latein und Deutsch in Bochum und Bielefeld. 1986 wurde er mit einer Arbeit über Rassenhygiene, Nationalsozialismus, Euthanasie. Von der Verhütung zur Vernichtung ‚lebensunwerten Lebens’, 1890 – 1945 (Göttingen 1987, 2. Auflage 1992) an der Universität Bielefeld promoviert. 1995 habilitierte er sich dort auch mit einer Arbeit über Die Herren der Stadt. Bürgerliche Eliten und städtische Selbstverwaltung in Nürnberg und Braunschweig vom 18. Jahrhundert bis 1918 (Gießen 1998). 1997, 1999 und 2008 Lehrstuhlvertretungen an den Universitäten Bielefeld, Halle-Wittenberg und Bremen. Seit 2005 ist Schmuhl außerplanmäßiger Professor für Neuere Geschichte an der Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie der Universität Bielefeld. Er lebt als selbständiger Historiker in Bielefeld.

Forschungsschwerpunkte: Geschichte des Nationalsozialismus, vergleichende Genozidforschung, Wissenschaftsgeschichte, Diakoniegeschichte, Bürgertums- und Stadtgeschichte.